Reitstall Talhof · Der etwas andere Reiterhof in Korbach-Lengefeld

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Bonito's Tagebuch

Teil 2 "Erste Szene im Kasten"

Nun bin ich schon genau eine Woche auf dem Georgenhof als Filmpony bei den Dreharbeiten zu der neuen ARD/WDR Serie „Paulas Sommer“. Ulla besucht mich täglich und so konnte ich mich bereits an alles gut gewöhnen.

Die fahrende KameraDer Georgenhof

Wenn das Filmteam Mittagspause hat führt sie mich überall herum und ich darf alles beschnuppern. Wenn ich dann mal neugierig der großen fahrenden Kamera einen Schups gebe damit sie auf den Schienen fährt wie eine Eisenbahn schimpft sie mit mir. Die Schauspieler und das Filmteam sind alle sehr nett, oft kommen sie zu mir und schenken mir eine Möhre oder ein liebes Wort, schade nur, daß sie immer so in Eile sind. Der erste Drehtag war sehr aufregend für mich. Wärend Ton- und Kameraleute die Szene einleuchteten, übte Oliver mit Maria  und mir für die Szene. Ich war ganz artig und den Weg zur Weide kannte ich ja  auch schon. Plötzlich war hinter mir ein Riesenlärm, ein Scheinwerfer wurde mit Getöse verstellt. Ich habe hinten  keine Augen und als Fluchttier beschloß ich mit einem großen Satz den Weg schon mal alleine zu laufen. Versehentlich bin ich dabei wohl Oliver auf den Fuß gesprungen. Ulla hat mich wieder eingefangen und brachte mich zurück. Der Schauspieler hüpfte noch immer auf einem Bein, war aber nicht böse auf mich. Beim 2. Versuch habe ich dann eine duftende Heukarre entdeckt, ich konnte nicht widerstehen. „Zeit zum Mittagessen“ dachte ich, die großen Kollegen wurden ja auch gerade gefüttert. Alle lachten, aber richtig war es wohl wieder nicht.
Schon der 3. Versuch war drehreif, na ja, ich bin eben noch kein Profi.
Manchmal passieren kleine Pannen. Dann laufen alle zusammmen und helfen.
Zum Bewegungstraining an der Longe darf ich jetzt auf den großen Springplatz. Aber was war das? Eine große Pfütze mitten auf dem Platz…Ich beschloß auch zu helfen und die große Pfütze einfach leerzutrinken. Ulla erklärte mir aber dann, daß es ein ganz wichtiges Hindernis für die großen Pferde sei und ich den Wassergraben nicht einfach austrinken darf.

Ich im AnhängerIch und der Wassergraben

Am liebsten bin ich auf der großen Weide hinter dem Stall, inzwischen haben sich alle Pferde an mein buntes und wunderschön zotteliges Aussehen gewöhnt. Sie schauen aus ihren Boxenfenstern und wiehern mir zu: „Los Kleiner, lauf schneller “. Mir gefällt es gut, wenn ich bewundert und sogar angefeuert werde und werfe extra wild die Hinterbeine in die Luft, außerdem ist es so auch nicht ganz so langweilig alleine auf der Weide! Ich glaube, es ist ganz spannend ein „Pony-Star“ zu werden…Wenn gedreht wird, muß ich sehr gut aufpassen um nicht ins Bild zu laufen, ich bewege mich dann kaum und fresse lieber. Ulla und Aline sind heute trotzdem versehentlich ins Bild gelaufen, aber auf so ein Pony hört eben keiner.
Ich kenne mich hier auf dem Georgenhof  schon gut aus, denn wenn auf dem Hof gedreht wird, müssen Ulla und ich  Schleichwege erkunden, um zurück in meinen Stall zu kommen.  Wenn ich besonders brav und mutig war, machen wir zur Belohnung immer einen tollen Spaziergang rund um den See, Ponys lieben Abwechslung!
Für meinen nächsten Drehtermin muß ich üben, in einen großen Kasten auf Rädern zu klettern. Zwar kenne ich einen Pferdeanhänger und fahre auch gerne damit in neue Abenteuer, aber zuhause fährt immer einer meiner Freunde mit. Alleine macht es mir nun doch etwas Angst, Pferde sind nun mal Herdentiere! Zum Glück habe ich noch Zeit zum üben.

Ob ich mich traue und was noch alles passieren wird, erfahrt ihr in der nächsten Woche.

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