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Bonito's Tagebuch

Teil 4  "Der Außendrehtermin"

Nun vergnüge ich mich schon 3 Wochen als Filmpony auf dem Georgenhof. Besonders spannend sind die Tage an denen mit mir gedreht wird. Meine Besitzerin Ulla kommt dann schon sehr früh und putzt mich besonders gründlich. Sie bürstet meine Mähne bis sie silbrig glänzt. Nicht nur Schauspieler müssen in die Maske.
Eines Morgens haben sie meine Boxentüren abgebaut und stattdessen für Dreh in der Boxmeine Schauspielerfreunde Strohballen davor gelegt. Für ein intelligentes Pony wie mich wäre es ein leichtes gewesen an den Strohballen vorbei zur Weide zu laufen. Dem Team zuliebe bin ich aber in meiner Box geblieben. Als endlich alle Kameras und Lampen eingerichtet waren, setzten sich die Schauspieler zu mir in dieBox und legten mir leckeres Heu hin, damit ich im Film besonders gut zu sehen bin. In einer Szene mußte Maria dann schrecklich weinen. Das tat mir leid und ich kraulte sie mit meinem Maul am Hals um sie zu trösten, da mussten alle lachen. Nur wenige Tage später sollte ich wieder in den Pferdeanhänger. Nach 30 minütiger Fahrt hielten wir an und ich hörte, wie mich viele Pferde und Ponys mit einem Wiehern begrüßten. Aber es waren nicht meine Freunde vom Talhof. Wo war ich nur? Ich scharrte nervös im Anhänger bis mich Ulla endlich aussteigen ließ. Wir befanden uns auf einem Hof bei Warburg. Eine Außendrehtermin- wie spannend! Das gesamte Filmteam war auch schon da. Hier entdeckte ich Tiere, die ich noch nie gesehen hatte. Neben vielen Pferden und Ponys hörte ich Gänse schnattern, Schweine grunzen und sah Hühner mit ihren Küken. Ich war ganz vorsichtig, um auf keines der Küken zu treten. In der Scheune flatterten drei riesige Pfauen umher. Beinahe hätten sie etwas ekliges in meine wunderschöne Mähne fallen lassen, aber der Vogeldreck traf die Tasche von Maria. HiHi! Nun folgte der mutigste meiner Auftritte. Der Pferdeanhänger stand bereit, die Kameras befanden sich direkt vor der Rampe. Es regnete in Strömen und überall schnappten riesige Schirme auf. Eine gespenstige Szene in der Dunkelheit. Aber nach drei Wochen Dreharbeiten erschreckte mich gar nichts mehr. Ganz selbstverständlich stapfte ich in den Anhänger. Wegen der Kameraschienen direkt vor der Rampe und allerlei kunterbunter Kisten und Kleidungsstücken im Anhänger hatten Delia und ich kaum Platz. Bis alle zufrieden waren mußte ich sogar mehrmals ein-  und aussteigen, Klappe auf – Klappe zu und „Ruhe bitte – wir drehen“ Inzwischen bin ich ja schon ein kleiner Fernsehprofi und spüre genau, wenn es ernst wird. Dann wende ich mich kess zur Kamera und wiehere auch schon meinen kranken mal meinen Menschen ins Wort. Was es mit den Kisten im Anhänger auf sich hat erfahrt ihr, wenn ihr die Serie „Paulas Sommer“ seht. Nun habe ich ein paar Tage Drehpause und muß meinen kranken Freund Floh vertreten, der zur Zeit lahmt. Talhofponys müssen zusammen halten! Ich werde ihnen heute Abend nach einem ausgiebigen Wettrennen auf der großen Talhofweide eine Menge zu erzahlen haben. Und ich freue mich schon jetzt auf meinen nächsten Drehtag.   

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